Arbeitskreis „Dorfkern-Neugestaltung“

Arbeitskreis „Dorfkern-Neugestaltung“ Seeburg vom 29. November 2012

Erörterung der ersten Planungsvarianten und weiteres Vorgehen Protokollentwurf
(Teilnehmer: Herr Lange und Frau Bergner vom Planungsbüro, Frau Kern und Herr
Schmidt vom Bauamt Dallgow-Döberitz, 6 Mitglieder der ehemaligen Kerntruppe des AK sowie 3 weitere von der Planung betroffene Bürger/Anlieger.)

Herr Lange stellt 4 Detailplanungen der westlich von der L 20 gelegenen Seite des
Dorfkerns mit 3 Varianten des Kreuzungsbereiches vor, die von verschiedenen
Kolleginnen/Kollegen entworfen worden waren sowie einen Übersichtsplan einschl. der
östlichen Seite.Im Ergebnis stellen alle Entwürfe eine große Qualitätsverbesserung des öffentlichen zentralen Dorf-Angers gegenüber der bestehenden Situation dar.

1. Alle 4 Detailvarianten sehen einen durchgängigen parkartigen Bereich mit einem
sicher für Fußgänger (auch für Ältere und Muttis mit Kinderwagen) und Radfahrer
zu durchquerenden Weg mit kleineren Plätzen von der Semmelhaacksiedlung bis
zur Kirche vor. Dieser Weg ist Teil des Wanderweges. Je zwei Varianten sehen den
Weg nördlich bzw. südlich des Teiches vor. Grundsätzlich sollte die Gestaltung von
Westen über die L 20 nach Osten übergehen.

2. Alle Planer/innen sagen: Das Feuerwehrgebäude kann an der jetzigen Stelle nicht
bleiben.

3. Zu dem kritischen Punkt: Straßenkreuzung L 20/Alte Dorfstr. werden verschiedene
Varianten vorgestellt wie kleinere Verbesserungen der Ist-Situation
(Fahrradständer ist als wichtiger Punkt erkannt – aber kein überdachter vor der
Kirche!)), eine Variante mit Verkehrsinseln und eine mit einem Kreisverkehr. (Diese
Variante wird hinterfragt und nachgemessen: sie ist vom Platz her möglich.)

4. Der Übersichtsplan sieht eine Parallelstraße nördlich der Alten Dorfstraße vor.
(Verlängerung des Mühlenweges bis zum Meisenweg) Diese würde die Alte
Dorfstraße entlasten, die – Gefahrpotenzial enthaltende – Ausfahrt am Spielplatz
würde entfallen, da auch die Scholle von der neuen Straße aus erreichbar wäre.
Der gewonnene Raum östlich des Spielplatzes könnte als Bolzplatz/Festwiese
genutzt werden. Die neue Straße ist nördlich anschließend an die
Privatgrundstücke – bei Erhalt des Grüngürtels – vorgesehen. Sie würde der
Erschließung der Privatgrundstücke von Norden aus dienen und eine Bebauung
entsprechend dem FNP ermöglichen. Auch eine Erweiterung von Bauland nördlich
der Straße könnte zu gegebener Zeit in Betracht gezogen werden.
Klärungsbedürftig wäre die Einmündung in die L 20.

5. Wegen der großen Entfernung zum Zentrum der Kerngemeinde Dallgow-Döberitz
werden von den Planern die „Soll-Vorgaben“ vom FNP bestätigt, einen Ableger
öffentlicher Funktionen, d.h. einen Gemeindeberatungsraum, die Feuerwehr, den
Bauhof und die für einen örtlichen Sportplatz erforderlichen Sozialräume an
möglichst einer zentralen Stelle vorzusehen. Selbst wenn der Sportplatz am
bisherigen Standort gesichert ist und eine Alternativplanung damit obsolet würde,
Sollte sich die Gemeinde unbedingt das letzte freie Grundstück (2. westl. der L 20)
sichern, da aufgrund der Tiefe und Größe die drei Funktionen Feuerwehr,
Beratungsraum und Bauhof an zentraler Stelle angesiedelt werden könnten. Auch
die nachwachsende Jugend spricht in Seeburg für eine Außenstelle der Feuerwehr.

Nach diskursiven Für- und Wider-Abwägungen werden die Punkte herausgearbeitet, die Grundlage für die weiteren Planentwürfe sein sollten:

1. Der sichere Fuß- und Fahrradweg von der Semmelhaacksiedlung bis über die L 20
hinaus wird grundsätzlich ohne Einschränkungen befürwortet. (Er sollte möglichst
wenige Überfahrten bekommen.)

2. Die Straße am Berg sollte – als Fahrweg – nicht verlängert werden.

3. Der Teich sollte erhalten werden. Gelegentliche Trockenphasen werden in Kauf
genommen.

4. Der Fußweg wird auf der südlichen Seite des Teiches präferiert.

5. Die Auflockerung mit kleinen Plätzen, ggf. auch für die bisher üblichen Seeburger
Veranstaltungen ist ebenfalls wünschenswert; darauf sollten zusätzliche
Baumpflanzungen Rücksicht nehmen.

6. Der Kreuzungsbereich sollte – als Visitenkarte des Ortsteils – attraktiv gestaltet
werden, d.h. nicht (nur) von abgestellten Autos (vor dem Backshop) und Fahrrädern
(vor der Kirchenmauer) dominiert werden.

7. Langfristig wird für die Kreuzung ein Kreisverkehr mit Zebrastreifen an allen 4
Ausfahrten befürwortet. Der Autoverkehr wird langsamer aber flüssiger. Die
umliegende Gestaltung des Kreuzungsbereichs sollte diese Langfristbetrachtung
berücksichtigen, aber auch mittelfristig attraktiv sein.

8. Die Parallelstraße zur Alten Dorfstraße war bereits immer vom AK Seeburg
empfohlen, wie Frau Steinig erinnert. Sie wird einvernehmlich auch für die weiteren
Planungen empfohlen. Die von unserem Planer unter dem Top 4 erläuterten
Vorteile und Optionen sind überzeugend und werden voll unterstützt.

9. Da das Feuerwehrgebäude (aus baulichen und städtebaulichen wie
grundstücksrechtlichen Gründen nicht an dem jetzigen Standort bleiben kann, der
Ableger in Seeburg aber nötig und von Jugendlichen auch verstärkt nachgefragt ist,
sollte ein gemeinsamer Standort für die im Ort erforderlichen gemeindlichen
Funktionen – entsprechend dem Punkt 5 des Planers – vorgesehen werden. Der
Empfehlung des Planers, für die Gemeinde das letzte freie Grundstück zu sichern,
wird unwidersprochen gefolgt.

Weiteres Vorgehen:

Mit diesen Vorgaben wollen unsere Planer nun die 4 – 5 Varianten auf 2 reduzieren und
weiterentwickeln.Am Donnerstag, d. 17. Januar 2013 soll eine weitere Arbeits-Sitzung (unter Beteiligungdes OBR`s?) erfolgen. Nach der weiteren Überarbeitung soll das Ergebnis allen ‘Bürgern vorgestellt werden.

Für das Protokoll
Karl-Heinz Schmidt